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12. April 2021

Meine Gedanken zur KlimaUnion

Wir befinden uns in einer Klimakrise, die nach Lösungen und aktivem Handeln verlangt. Wir müssen heute tätig werden, damit wir auch in 20 Jahren noch eine Welt haben, auf der es sich zu leben lohnt! Aus diesem Grund habe ich am World Earth Day, dem 27. März 2021, gemeinsam mit anderen ehrgeizigen Denkern die KlimaUnion gegründet.

Das Team der KlimaUnion besteht nicht nur aus engagierten Politikerinnen und Politikern von CDU und CSU, sondern auch aus führenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Wir vereinen also geballte fachliche (Wo)Manpower, um konkrete Lösungen dafür zu entwickeln, wie wir als Gesellschaft dem Klimawandel begegnen können. Unsere Lösungen wollen wir in den politischen Diskurs einbringen und der CDU und CSU dabei helfen, sich öffentlich für den Erhalt der deutschen Wirtschaft und den damit verbundenen Klimaschutz zu positionieren. Denn was ist konservativer als der Erhalt des Planeten bei gleichzeitiger Förderung der Wirtschaft? 

Die notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz wollen wir mit den ökonomischen Chancen verbinden, die Deutschland als Standort bereithält. Der Umbau unserer Wirtschaft zu Klimaneutraliät braucht kluge Köpfe und eine breite gesellschaftliche Unterstützung, damit Ökologie und Ökonomie nicht länger als etwas betrachtet werden, dass sich gegenseitig ausschließt. Weil wir alle Menschen der Gesellschaft dabei berücksichtigen wollen, lehnen wir die Verzichtsdebatten und moralische Überhöhung einiger Klimaschutzbewegungen ab und machen stattdessen Klimaschutz für die Mitte.

Hier finden Sie meine Ideen, damit wir die Klimakrise meistern können:

1. Erneuerbare Energien massiv ausbauen!

Kohle- und Gaskraftwerke emittieren 30 Prozent aller Treibhausgase in Deutschland und machen uns zum x. größten Treibhausgasverursacher weltweit. Wir müssen daher schnellstmöglich vollständig auf erneuerbare Energien wie Windkraft auf See und auf Land und Photovoltaik setzen. Damit aber noch nicht genug: Wenn wir Wasserstoff als Treibstoff für Schiffe, Flugzeuge und die Industrie nutzen wollen, benötigen wir sehr viel mehr Strom als heute – denn die Produktion von Wasserstoff braucht viel Energie. Das heißt, wir müssen uns doppelt anstrengen und Bremen und Bremerhaven können davon profitieren: Nirgendwo in Deutschland weht der Wind so stark wie bei uns im Norden! Der Ausbau der Offshore-Windkraft kann zum Jobmotor in unserem Land werden. Und bei der Entwicklung von Wasserstofftechnologien ist Bremerhaven sowieso schon vorn mit dabei!

2. Stromnetze erweitern!

Im Norden erzeugter Strom kann nur dann in den Süden Deutschlands fließen, wenn es ausreichende Stromnetzwerke gibt. Bisher wird deren Ausbau jedoch durch aufwändige Verfahren verlangsamt. Ich fordere, dass der Ausbau der Stromnetze bau- und planungsrechtlich privilegiert wird, damit wir so schnell wie möglich nur noch grünen Strom in Deutschland verwenden!

3. Klimaaußen- und Handelspolitik ausweiten!

Allein kann Deutschland wenig gegen den Klimawandel tun. Wir müssen Konzepte innerhalb der Europäischen Union und darüber hinaus in globaler Zusammenarbeit entwickeln. Das gelingt uns nur mit einer wirksamen Außen- und Handelspolitik für den Klimaschutz. Die ehrliche Bekennung zur Klimaneutraliät muss zur Voraussetzung für alle Handelsverträge werden.

4. Mehr Ladesäulen für E-Fahrzeuge!

File:E-charging station (ECS) - electric vehicle (EV) recharging point - supply equipment (EVSE) - colonnina di ricarica elettrica icon.png

Der Straßenverkehr ist für 18% der Treibhausgase in Deutschland verantwortlich. Daher müssen wir im Verkehrssektor schnellstens auf E-Mobilität und mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge umsteigen. Es wird aber niemand ein Elektroauto kaufen, wenn es nicht genügend Ladestationen im öffentlichen Raum gibt. Daher fordere ich den schnellen Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur – in der Stadt und auf dem Land!

5. Wirtschaft und Industrie mitnehmen!

Ich stehe für eine wirtschafts- und industrienahe Klimapolitik. Der deutsche Mittelstand ist das Herzstück unseres Wohlstandes. Daher ist es unabdingbar, gemeinsame Lösungen zu finden, die die Unternehmerinnen und Unternehmer unseres Landes nicht belasten. Klar ist: Wir müssen ehrgeizig sein und wir müssen kompromissbereit sein! Aber Forderungen nach der Abschaffung des Kapitalismus sind sicher  keine solche Lösung.

6. Klimakrise als Jobmotor begreifen!

Die Umstellung auf erneuerbare Energien wird auch eine Umstrukturierung des Arbeitsmarktes bedeuten, bei der unser Staat Beschäftigte in der Übergangsphase unterstützen muss. Gleichzeitig birgt die Umstellung aber aus riesiges Potenzial für die Schaffung neuer Arbeitsplätze: erzeugen wir 90 % des Wasserstoffs, der für die Klimaneutralität Deutschlands benötigt wird, in heimischer Produktion, könnten 800 000 neue Arbeitsplätze bis 2050 entstehen! Diese vielversprechenden Zahlen allein für den Bereich der Wasserstoffproduktion wurden kürzlich in einer Studie des DIW Econ ermittelt. Auch der große Bedarf an energetischen Sanierungen von Gebäuden bietet enorme Beschäftigungsmöglichkeiten. Sonderausschreibungen für Photovoltaik und Windenergie an Land und eine langfristige Erhöhung der Ausbauziele erfordern viele Arbeitskräfte, ohne die eine Energiewende nicht gelingen kann.

Wenn Sie Interesse haben, sich an all dem aktiv zu beteiligen, können Sie sich gerne in der KlimaUnion einbringen. Sie können die KlimaUnion entweder als Fördermitglied oder als ehrenamtliches Mitglied unterstützen und den Prozess zur Klimaneutralität Deutschlands begleiten. Mehr Informationen gibt es auf www.klimaunion.de.

#wegenmorgen-Podcast zu Klimathemen

In meinem #wegenmorgen-Podcast habe ich eine Menge spannende Macherinnen und Macher aus Bremerhaven, Bremen-Nord, den Bremer Westen und Niedervieland zu Gast. Hier erfahre ich, was sie bewegt und antreibt. In Folge #3 hatte ich Arne Dunker und Friedemann Kleemeyer vom Klimahaus Bremerhaven 8° Ost im Gespräch. Auch Bremen und Bremerhaven betrifft der Klimawandel. 80% unter dem Meerespiegel? Noch nicht, aber vielleicht bald auch im Nordwesten Realität… Jeder Einzelne kann dafür im Alltag aber Dinge ändern, appelliert Arne Dunker. Und Friedemann Kleemeyer erzählt uns, was das Haus selbst tut, um seinen Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten. Hier können Sie die gesamte folge hören:

Interview mit dem Weser Kurier

Im Interview mit dem Weser Kurier berichte ich über die Ziele der KlimaUnion und die Dringlichkeit des Themas für Bremen und Bremerhaven. Für eine ehrgeizigere Klimapolitik möchte ich mich auch jenseits der KlimaUnion als Abgeordnete für Bremen II-Bremerhaven im Deutschen Bundestag einsetzen.

»Ich setze mich dafür ein, dass die CDU eine ehrgeizigere Klimapolitik verfolgt. Und ich denke, dass man das am besten mit anderen kann. Mit Menschen, die unterschiedliche Themen und Profile haben, die aber gemeinsam dafür kämpfen, dass sich die CDU eindeutig zum 1,5-Grad-Ziel und zur Klimaneutralität bis spätestens 2040 bekennt.«

Weser Kurier vom 11. April 2021

Das gesamte Interview mit dem Weser Kurier gibt es hier.

Meine Pressemitteilung zur Gründung der KlimaUnion

Lesen Sie zum Thema Klimapolitik gerne meine Pressemitteilung zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29. April 2021

„Es ist eine Chance, die Energiewende besser zu gestalten“

 „Das Urteil ist ein weiterer Erkenntnisgewinn und gibt uns die Chance, die Energiewende besser zu gestalten. Um CO2-Emissionen langfristig und nachhaltig zu verringern, muss der Bundestag nun bis Ende 2022 weitere Zielmarken für Klimaneutralität setzen. Am liebsten wäre mir eine Gesetzesnovelle, die schon vorher vorgelegt wird. In jedem Fall will ich ab September dabei mitwirken und mich im Bundestag für das 1,5°C-Ziel, eine langfristige, effiziente Klimastrategie und Klimaneutralität bis 2040 einsetzen. Der Klimaschutz ist die größte Herausforderung unseres Jahrhunderts, verantwortliches Wirtschaften aber auch. Deshalb müssen wir den Klimaschutz als Chance für unsere Wirtschaft begreifen!“ Bremerhaven habe erstklassige und renommierte Forschungseinrichtungen wie das AWI oder das Fraunhofer-Institut und das Land Bremen die Wissenschaftler, die technologische Innovationen für den Stopp des Klimawandels entwickeln können. Die Umsetzung dieser Ideen und der Ausbau erneuerbarer Energien, gerade in der Offshore-Branche, könne neue Arbeitsplätze in Bremen und Bremerhaven schaffen. Gerade erst in dieser Woche hat der Bund Bremerhaven eine Förderung von Wasserstofftechnologien im Bereich Luftfahrt und Schifffahrt vom Bund zugesagt. Ich bin überzeugt, dass das Land Bremen einen großen Beitrag zu größeren und weiteren Zielen des Klimaschutzes beitragen kann.“ 

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